Basler Appell

 

Letzte Meldungen
Dezember 2013

16. Dezember 2013

EU-Zulassung für Gentech-Kartoffel hinfällig

kartoffelbluete_zoom.jpg
Foto: www.transgen.de

Im Jahr 2010 hatte die EU-Kommission der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora aus dem Hause BASF nach 13-jährigem Verfahren die Zulassung zum Anbau und für die Verwendung als Futtermittel erteilt. Ungarn hatte bereits kurz danach ein nationales Anbauverbot für die Kartoffel ausgesprochen. Begründet wurde die Entscheidung mit den erheblichen gesundheitlichen Bedenken, da ein Antibiotika-Resistenz-Gen in die Kartoffel als Marker eingebaut wurde. Weiterhin klagte Ungarn gegen die Kommissionsentscheidung und wurde dabei von Österreich, Luxemburg, Frankreich und Polen unterstützt. Dieser Klage gab das Gericht der Europäischen Union heute statt. Seinen Urteilsspruch begründete das Gericht mit erheblichen formalen Fehlern der EU-Kommission beim Zulassungsverfahren. (Gericht der EU, Pressemitteilung)


11. Dezember 2013

Bio-Landbau: Geringere Kosten, grosser Nutzen!

bio-gem_se.jpg
Foto: www.stadtbekannt.at

Eine aktuelle Studie von FiBL Schweiz und FiBL Österreich (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) bleuchtet erstmals die Kosten, die in Österreich aufgrund unterschiedlicher landwirtschaftlicher Praktiken entstehen und von der Gesellschaft aufgrund von Reparaturmassnahmen, wie z.B. der Trinkwasser-Aufbereitung getragen werden müssen. Die Ergebnisse unterstreichen, dass die Biolandwirtschaft nicht nur hochwertige Lebensmittel produziert und zum Umwelt- und Klimaschutz beiträgt, sondern auch Agrar-Folgekosten um mindestens ein Drittel senkt. Link zur Studie.


05. Dezember 2013

Richtlinien zu Biobanken zurückgezogen!

url.jpegFoto: whsc.emory.edu

Die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften SAMW teilt mit, dass die Richtlinien zu «Biobanken» per Ende 2013 zurückgezogen werden. Mit 1. Januar 2014 tritt das Bundesgesetz über die Forschung am Menschen (HFG) in Kraft. Die darin vorgesehenen Regelungen würden sich teilweise mit den Richtlinien überschneiden. Auch die SAMW sieht Schwierigkeiten in der Praxis zum Beispiel bei der Aufklärung der Personen und bei der Umsetzung des Rechtes auf Wissen bzw. Nichtwissen. Der Basler Appell weist darauf hin, dass der Bereich der Biobanken nicht ausreichend geregelt ist.


05. Dezember 2013

China will US-gv-Mais nicht!

imgres.jpeg

Foto: welt.de

China hat erneut fünf Maislieferungen aus den USA wegen gentechnischer Verunreinigung zurückgewiesen. Diesmal 120.000 Tonnen! Die chinesische Kontrollbehörde hat in den Lieferungen den Syngenta gv-Mais MIR 162 festgestellt, der in China bisher nicht zugelassen ist. (gentechnik-news)


04. Dezember 2013

Sammelklage gegen Gentestanbieter eingereicht!

logo.jpg

Bild: US-District Court

Der Gentestmarkt in den USA wird aufgemischt: Kurz nach dem die US-Gesundheitsbehörde den Gentestanbieter 23andMe aufforderte, den Verkauf von Gentests einzustellen, wurde in Kalifornien Sammelklage gegen das Unternehmen eingereicht. Wir vom Basler Appell sind gespannt, wie die Staatsanwaltschaft hier unsere Strafanzeige gegen unseriöse Gentestangebote bewertet. (Forbes)



Letzte Meldungen
November 2013

26. November 2013

USA: Gentest-Verkauf soll gestoppt werden

Front_Gene.jpegBild: www.fotolia.com

99 US-Dollar zahlt ein Kunde, der sein Erbgut auf mögliche Erkrankungen analysiert haben möchte. Eine Speichelprobe genügt, damit die Firma «23andMe» das Genom auf etwa 240 genetisch bedingte Erkrankungen und Veranlagungen hin untersucht. Der Kunde erfährt angeblich, wie hoch sein Risiko für eine Glutenunverträglichkeit ist. Oder ob er sich darauf einstellen sollte, eines Tages möglicherweise an Brustkrebs zu erkranken. Damit könnte aber bald Schluss sein: Die US-Gesundheitsbehörde FDA verlangt, den weiteren Verkauf der personalisierten DNA-Testkits sofort einzustellen. Die Begründung: 23andMe sei es nicht gelungen, den Nutzen und die Sicherheit der Technologie wissenschaftlich zu beweisen. Ähnlich argumentiert der Basler Appell gegen Gentechnologie in seiner Strafanzeige gegen Gentest-Angebote in Schweizer Apotheken und Drogerien (siehe oben). (www.spiegel-online.de)


20. November 2013

US-Landwirtschaft: Schaden durch Gentechnik!

Landwirtschaft_D021464.jpg

Foto: greenpeace

Die Landwirtschaft in den USA ist im Verlgeich zu der Westeuropas in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht zurückgefallen - weil sie auf Gentechnik gesetzt hat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Canterbury in Neuseeland. Die Autoren konnten keine höheren Erträge im Vergleich feststellen. Der Einsatz von Pestiziden blieb gleich oder nahm sogar zu. Auch die genetische Diversität hat sich erringert. Durch Monokulturen wird der Anbau von Grundnahrungsmittel in den USA immer anfälliger. (genfoodneindanke.de)


12. November 2013

Gentech-Pflanzen ausser Kontrolle

Der Bericht «Transgene Escape – Atlas der unkontrollierten Verbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen» bietet die erste globale Übersicht der unkontrollierten Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen wie Mais, Reis, Baumwolle, Raps, Straußgras und Pappeln. Betroffen sind die Länder und Regionen USA und Kanada, Mittelamerika, Japan, China, Australien und Europa. In vielen Regionen ist den Pflanzen der Sprung vom Acker in die Umwelt bereits gelungen. In einigen Fällen finden sich die künstlichen DNA-Konstrukte auch in Populationen wild wachsender Arten. Der Bericht, der von Testbiotech (Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie) heute veröffentlicht wurde, wurde mithilfe der Gregor Louisoder Umweltstiftung, München, realisiert. Anlass der Veröffentlichung ist eine Konferenz über die Koexistenz mit gentechnisch veränderten Pflanzen (GMCC), die heute in Lissabon beginnt. An der Konferenz, die unter anderem von Monsanto gesponsert wird, nimmt auch EU-Kommissar Tonio Borg teil, der für Marktzulassungen dieser Pflanzen verantwortlich ist.


06. November 2013

GV-Mais in EU zugelassen

url.jpeg

Foto: testbiotech

Die EU-Kommission hat heute den umstrittenen gentechnisch veränderten Mais, SmartStax, für Lebens- und Futtermittel zugelassen. Tausende EU-Bürger hatten dagegen protestiert. Die Risikobewertung ist fragwürdig. Sie wurde von Monsanto, DowAgroSciences und der EFSA durchgeführt. Derzeit sind 49 verschiedene gv Pflanzen in der EU zugelassen. Fast alle produzieren Insektengifte und/oder sind gegen Spritzmittel resistent. (testbiotech