Basler Appell

 

Letzte Meldungen
Oktober 2013

24. Oktober 2013

Strengere Regeln für Gentests

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Foto: EU Parlament

Das EU-Parlament beschliesst strengere Regeln für die Überwachung und Zertifizierung von Medizinprodukten. Auch der Bereich der Gentests aus dem Internet soll geregelt werden. Die Pflicht zur Beratung und zur informierten Einwilligung für DNA-Tests, die für die Betroffenen dramatische Konsequenzen haben, soll europaweit festgelegt werden. Mindeststandards sollen die inflationäre Anwendung genetischer Diagnostik eindämmen und regulieren. (DAZ.online)


23. Oktober 2013

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Hohe Glyphosatrückstände in Sojabohnen

Testbiotech hat im Norden Argentiniens in einem Pilotprojekt Sojabohnen auf Spritzmittelrückstände untersucht. Ein Labor der Universität in Buenos Aires analysierte die Sojabohnen kurz vor der Ernte. Die Ergebnisse zeigen einen hohen Glyphosatgehalt, der deutlich über dem internationalen Grenzwert von 20 mg/kg für Futter- und Lebensmittel liegt. Die auf den Feldern gespritzten Mengen an Glyphosat scheinen extrem hoch zu sein. Schäden für Mensch und Umwelt werden befürchtet. Hintergrund zu Glyphosat testbiotech.


16. Oktober 2013

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...geht an: Syngenta und Monsanto!

Die Preisvergabe anlässlich des heutigen Welternährungstages ruft weltweite Kritik hervor. Eine Stiftung vergibt die mit 250 000 US-Dollar dotierte Auszeichnung , den World Food Price an Menschen, "die einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Qualität, Quantität oder Verfügbarkeit von Lebensmitteln" geleistet haben. Dass ausgerechnet Mitarbeiter der Gentechnik-Konzerne Monsanto und Syngenta den Preis erhalten, ist völlig unverständlich. Weitere Informationen:  gentechnik-info.


14. Oktober 2013

Polen: Lebensmittel mit GVO durchsetzt

Die Zeitung Dziennik Trybuna weist darauf hin, dass polnische Lebensmittel-Produzenten in grossem Umfang gentechnisch veränderte Agrarrohstoffe importieren. Obwohl in Polen selbst keine gentechnisch veränderten Nutzpflanzen angebaut werden dürfen, wird aus den USA, Brasilien und Argentinien Genmais, -raps und -soja importiert.  Die Agrarrohstoffe werden laut Dziennik Trybuna nicht nur als Tierfutter verwendet, sondern etwa aus Genmais hergestelltes Maismehl wird auch als Zusatzstoff für verschiedene Lebensmittel benutzt. Die Kennzeichnung auf den Etiketten sei dabei unpräzise, so dass Konsumentinnen und Konsumenten im Unklaren darüber gelassen werden, welche Lebensmittel GV-Inhaltsstoffe aufweisen und welche gentechfrei sind. (www.infoseite-polen.de)


10. Oktober 2013

Nicht nur Monsanto: BAYER Nummer 1 bei Patenten!

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Foto: CBG

Eine Recherche der Initiativen Kein Patent auf Leben! und Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) belegt, dass deutsche und Schweizer Unternehmen zu den weltweit führenden Anbietern von gentechnisch manipulierten Pflanzen gehören. Die Gentechnik-Kritiker haben hierfür alle Zulassungsanträge untersucht, welche in den vergangenen zwanzig Jahren beim Europäischen Patentamt in München eingereicht wurden. BAYER besitzt 206 Patente auf Mais, Weizen, Reis, Gerste, Soja, Baumwolle und auf genmanipulierte Bäume und liegt damit auf Platz 1 noch vor Pioneer, BASF, Syngenta und Monsanto. Die zehn grössten Agro-Unternehmen haben einen Marktanteil von über 70 Prozent. Ziel ist es, den Markt unter sich aufzuteilen und die Ernährungsgrundlagen der Menschen zu kontrollieren. Eine ausführliche Analyse findet sich auf den Seiten der >CBG.


03. Oktober 2013

Patent auf Designer Babys erteilt!

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Foto: 23andMe

Das US-Patentamt hat dem Google-Anhang 23andMe ein Patent auf die genetische Auswahl von gespendeten Ei- und Samenzellen erteilt. Das Patent umfasst die Möglichkeit, GametenspenderInnen nach der gewünschten genetischen Ausstattung zu testen. Das zukünftige Kind kann dann ganz nach Wunsch zusammengestellt werden. Das Center for Genetics and Society warnt vor den ethischen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Hier gehts zum Patent.

Der Basler Appell gegen Gentechnologie sieht die unkontrollierte Ausweitung genetischer Testmethodenals sehr kritisch. Die Politik ist dringend gefordert, Regularien aufzustellen, die den Wildwuchs eindämmen. (Medienmitteilung)


02. Oktober 2013

EU-Agrarausschuss bremst ökologische Landwirtschaft aus

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Foto: EU Parlament

Der EU-Agrarausschuss stimmt für Pestizide und Gentechnik auf ökologischen Vorrangflächen. Damit hat die überwiegende Mehrheit der Mitglieder des Ausschusses die Chance vertan, die europäische Agrarpolitik wirklich ökologischer zu gestalten. Jetzt dürfen sogar auf den ökologischen Vorrangflächen mit Pestiziden behandelte Sojapflanzen oder Ackerbohnen angebaut werden. Infos beim Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft.



Letzte Meldungen
September 2013

26. September 2013

U.S.-Senat beerdigt Monsanto-Freibrief!

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Foto: Food Democracy Now

Der U.S.-Senat verweigerte gestern seine Zustimmung zur Verlängerung des umstrittenen Monsanto Protection Act. Das Gesetz war erst im Frühjahr des Jahres klammheimlich verabschiedet worden und garantierte Gentechmultis die Zulassung und den Anbau von gv-Sorten, auch ohne Unbedenklichkeitsprüfungen. Gegen diesen Freibrief, der direkt von der Industrie diktiert wurde, regte sich massiver Widerstand aus vielen Lagern. Durch viele Aktionen wurde hoher Druck auf die PolitikvertreterInnen aufgebaut, der nun zum Erfolg führte. 


25. September 2013

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Bundesrat: Verordnungen zum Humanforschungsgesetz

Der Bundesrat hat die definitiven Verordnungen zum Humanforschungsgesetz verabschiedet. Das Gesetz und die Verordnungen werden am 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt. Der Basler Appell gegen Gentechnologie bemängelt weiterhin die Zulassung der Forschung an nichteinwilligungsfähigen Personen. Der Umgang mit biologischen Materialien ist nicht ausreichend geregelt. Unsere Vernehmlassungsantwort. Weitere Informationen >hier.


19. September 2013

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Google+Apple+Genentech = Geldquelle Alter

Google wird eine neue Tochterfirma namens Calico gründen. Mitinvestor ist der Ex-Chef des Biotechnologiekonzerns Genentech, der auch dem Verwaltungsrat von Apple vorsteht. Alter und Krankheiten sollen bekämpft werden. Es ist zu vermuten, dass mittels gentechnologischer Methoden passieren soll. Das Betätigungsfeld verspricht grosse Gewinne. In erster Linie soll das Unternehmen Daten sammeln und verarbeiten.  (spiegel-online) 


18. September 2013

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Fotos: Expo

Basel und Syngenta: Gemeinsam für die Welternährung!

Wie der Tageswoche zu entnehmen, spannt die rot-grüne Basler Regierung eng mit Syngenta zusammen und wird sich an der Expo 2015 in Mailand als innovativer Wissenschaftsstandort präsentieren. Das Motto der Ausstellung "Feeding the Planet" passt dann ja auch zur Vorstellung von Syngenta, mit Gentech-Pflanzen die Welt zu ernähren. Dass Syngenta dabei die Welt auch mit ihren giftigen Spritzmitteln verseucht, scheint dabei kein Thema zu sein.


11. September 2013

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Foto: Oxitec

gv-Mosquitos schwärmen aus

Wie dem newsletter der Biotechfirma Oxitec zu entnehmen ist, sollen in Jacobina, einer 50.000 Einwohner Stadt in Brasilien, etwa 4 Millionen Oxitec OX513A Mosquitos pro Woche, über einen Zeitraum von zwei Jahren freigelassen werden. Ziel ist, mit dem Eingriff die Population der Aedes aegypti Mosquitos, die das Dengue-Fieber übertragen, zu reduzieren. Über weitere Vorhaben der Firma mit gentechnisch veränderten Insekten, beispielsweise in Spanien, kann man sich ebenso informieren. 


06. September 2013

Bayer erweitert Pestizid-Produktion

Da einige Pflanzenschutzmittel wie etwa das Totalherbizid Roundup von Monsanto mit dem Wirkstoff Glyphosat gegen resistent gewordene Unkräuter nicht mehr wirken, fragen Landwirte in den USA verstärkt Pestizide des Bayer-Konzerns nach. Eine Milliarde Euro mehr als bisher geplant will die Bayer-Agrarchemie-Tochter CropScience daher in den Ausbau ihrer Produktion investieren, wie der Konzern bekannt gab. Eines der zentralen Projekte sei der Bau einer neuen Anlage für den Unkrautvernichter Liberty mit dem Wirkstoff Glufosinat im US-Bundesstaat Alabama.

Das fortpflanzungsschädigende Glufosinat gehört zur Gruppe der besonders gefährlichen Pestizide, die laut EU-Gesetzgebung sukzessive aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Für Glufosinat läuft die EU-Genehmigung im September 2017 aus. Die Coordination gegen Bayer-Gefahren kämpft bereits seit Jahrzehnten gegen das Unverantwortliche Handeln des Bayer-Konzerns und fordert, dass Pestizide wie Liberty, die in Kombination mit gentechnisch verändertem Saatgut Verwendung finden, endlich vom globalen Markt genommen werden müssen.


05. September 2013

Bayer-Konzern vermarktet neue Gentech-Soja in USA

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Foto: Bayer

Der Agrochemiekonzern Bayer Cropscience darf eine weitere gentechnisch veränderte Sojapflanze in den USA vermarkten. Sie ist resistent gegen das Bayer-Herbizid Isoxaflutol, das als "wahrscheinlich krebserregend" gilt. Bayer versucht, einen Ersatz für ältere Gentechnik-Saaten auf den Markt zu bringen, die inzwischen ihre Wirkung verloren haben, weil sich das Unkraut an die Dauerbelastung mit vor allem Glyphosat angepasst haben. (Informationsdienst Gentechnik)